Im Jahre 1996 brachte Naughty Dog ein Spiel Namens Crash Bandicoot auf den Markt. Es sollte der Anfang einer Ära sein, und Crash sollte zum Maskottchen der Playstation werden, so wie es Mario für Nintendo und Sonic für Sega war. Doch wie kam es dazu? Mehr dazu in diesem Review. Erstmal was zur Story. Irgendwo in Australien rafft der böse Wissenschaflter Dr.Neo Cortex Beuteltiere aus ihrem natürlichen Lebensraum zusammen und eine Armee von Supertieren zu kreieren, mit der Absicht die Welt zu übernehmen. Um dies zu tun hat er die Hilfe von Dr.Nitrus Brio, einem langjährigen Freund und gleichzeitig einem Rivalen. Brio war verantwortlich für die Schaffung der Evolvo-Ray, einer Maschine die es möglich macht die Intelligenz bei Tieren zu erhöhen um ihnen Menschliche Qualitäten zu geben. Kurzum, jedes Tier entwickelt sich welches davon getroffen wurde. Nach der Entwicklung wird ein letzter Schritt hinzugefügt: die Exposition des Tieres auf die Cortex Vortex, ein Hirnkontrollierendes Gerät kreiert von Dr.Cortex.
Zum Schutz dient ihm der Geist des Aku Aku, welcher ein großer wohlwollender Hexenmeister war. Nachdem er erfuhr dass Crash Dr.Cortex besiegen will (und mit seiner Verschmutzung aufhört), entscheidet er sich ihm zu helfen. Aku Aku schützt und kommuniziert mit Crash durch die Hilfe einer speziellen Maske. Beide begeben sich auf den Weg Dr.Cortex zu stoppen und so beginnt der Kampf gegen das Böse.
Nun geht es also los. Crash Bandicoot ist ein 3D Jump’n Run. Die Levels sind linear wie es die Jump’n Runs der 2D Generation waren, man läuft also nicht frei in den Welten rum sondern läuft sozusagen einen Parcours. Es gibt 26 Level und 6 Bosskämpfe.
Ziel des Spieles ist es natürlich in jedem Level das Ende zu erreichen. Auf dem Weg dorthin gibt es aber einiges zu tun. Man muss Kisten zerschmettern, denn wenn man alle hat, bekommt man am Ende des Levels einen Edelstein, wovon es insgesamt 20 silberne und 6 farbige gibt. Hat man alle eingesammelt bekommt man ein alternatives Ende. In den Kisten sind meist Wumpa-Früchte, welche wie Äpfel aussehen. Wenn man 100 davon hat bekommt man ein Leben. Leben gibt es aber auch in Kisten, ebenso wie Aku Aku Masken die einen beschützen. Wird man von einem Gegner getroffen verschwindet die Maske. Wenn man 3 Masken eingesammelt hat, ist man für kurze Zeit unverwundbar. Dann gibt es noch die Trampolin-Kisten und diese mit einem Ausrufezeichen, welche unsichtbare Kisten sichtbar machen. Als letztes gibt es noch Bilder von Tawna, Brio und Cortex. Hat man 3 von einer Sorte kommt man in ein Bonus Level. Die Tawna Levels sind wichtig, da wenn man diese schafft, dies die einzige Möglichkeit ist den Spielstand zu speichern. Man hat aber nur einen Versuch. Die Brio Levels bringen einem nichts, außer dass man sich Leben holen kann.
Von den Cortex Levels gibt es nur zwei. In diesen gibt es jeweils einen Schlüssel, mit denen man in ein geheimes Level kommt. Die Bonuslevel sind alle in einer Platform-Sicht, also von der Seite. Als letztes gibt es noch die Checkpoint-Kisten, ich denke das erklärt sich von selbst. Ansonsten gibt es viele Gefahren in jedem Level, von Tieren über Roboter bis zu Planzen. Natürlich gibt es auch unzählige Fallen. Es gibt auch böse Kisten, nämlich TNT-Kisten. Diese Explodieren 3 Sekunden nachdem man darauf gesprungen ist. Sie explodieren aber sofort wenn man sie anders attakiert.
Kommen wir mal zu den Levels. Es gibt 3 Inseln und eine menge Typen von Levels. Die meisten sehen so aus, dass du eben durch das Level gehst und dabei an vielen Gegnern und Hindernissen vorbei musst. Es gibt aber auch besondere Levels. Zum einen gibt es diese, wo man in Richtung Kamera vor einem riesigen rollenden Stein wegläuft. Zum anderen kann man in einigen Levels auf einem Wildschwein reiten. Wie gesagt gibt es 6 Bosskämpfe.
1. Papu Papu, ein großer, fetter und dummer Eingeborener der sich mit einem Stock im Kreis dreht. 2. Ripper Roo, eine Kreuzung aus einem Hund und einem Kenguru, welcher total irre ist und verrückt durch die Gegend springt während um ihn herum TNT Kisten im Wasser schwimmen.
3. Koala Kong, ein fetter, muskulöser Koala der mit riesigen Steinen um sich schmeißt.
4. Pinstripe Potoroo, ein Mafiaboss-Hund, der mit einem Maschinengewehr um sich schießt.
5. Dr.Nitrus Brio, der verrückte Wissenschaftler der zuerst mit Reagenzgläsern schmeißt, dann etwas davon trinkt und somit zu einem grünen Monster mutiert.6. Dr.Neo Cortex, der letzte Endgegner, welcher mit einer Laserpistole auf dich schießt.
Aber was kann Crash eigentlich alles? Im Grunde beschränkt sich alles auf 3 Sachen: Er kann laufen, hüpfen und sich drehen, also einen Spin-Attack machen.
Die Grafik des Spieles wirkt als einziges Crash Spiel ein wenig veraltet. Die Modelle sind noch relativ undetailliert aber es ist beim besten willen kein Pixelbrei. Für die damalige Zeit war es einfach richtig gut und es wirkt alles ein wenig Retro. Crash wirkt im Gegensatz zu den späteren Spielen etwas unbeweglich da er nicht sehr viel machen kann. Die Levels sind nicht allzu lang, aber vor allem zum Ende hin ziemlich schwer, was ungewöhnlich für ein Crash Spiel ist.
Einige Stellen muss man einfach immer und immer wieder probieren weil es echt nicht einfach ist. Da muss man sich nicht wundern dass man teilweise so viele Leben findet, denn diese braucht man wirklich. Es kann passieren dass man einige Male den Continue-Screen sieht. Besonders spaß machen die meisten Levels auch nicht wirklich, da sie teilweise öde und wie gesagt zu schwer sind. Besonders die 2D Levels gehen mir auf den Sack weil die ganz besonders schwer sind. Die Musik ist auch nicht so der brüller, da diese sehr simpel gehalten wird und teilweise nur aus Bongos besteht. Die Endgegner sind alle einigermaßen einfach und nach kurzer Zeit hat man sie durchschaut. Insgesamt ist mir dieses Spiel zu linear, man hat so gut wie gar keine Freiheiten. Die Atmosphäre des Spiel gefällt mir auch nicht so.
Es gibt wenige Levels wo man sagt dass diese einen richtig beeindrucken. Besonders die Tempel-, Labor- und Brücken-Level finde ich richtig langweilig. Trotzdem ist es doch irgendwie lustig und manche Levels sind echt klasse, wie die mit dem Wildschwein. Mein Lieblingslevel heißt Toxic Waste, dort ist man in einer Fabrik und es rollen die ganze Zeit Tonnen auf einen zu, die von einem Mafia-Hund geworfen werden. Gut gefallen mir aber die Charaktere, das sind welche an die man sich Erinnert, und man wird fast alle im späteren Verlauf der Serie wieder sehen. Am besten finde ich Pinstripe mit seinem geilen Maschinengewehr, der hat was.
Im Endeffekt muss ich sagen, dass dieses Spiel mich nicht besonders begeistert hat. Wenn es das erste Crash Spiel gewesen wäre dass ich gespielt hätte, hätte ich mir ganz bestimmt nicht die anderen geholt. Doch so war es zum Glück nicht. Es ist ein gutes Spiel, ohne Frage, aber es wirkt nach 12 Jahren irgendwie alt und spaß macht es auch nicht immer. Trotzdem bin ich dankbar dass es dieses Spiel gibt, denn sonst hätte es die genialen Nachfolger nicht gegeben. Für jeden Crash Fan ist es ein muss, für alle die spaß an Jump’n Runs haben ebenfalls. Alle anderen können es sich auf jedenfall mal angucken. Denn obwohl es mir persönlich nicht gefällt, bleibt es trotzdem ein gutes Spiel.



//Gavin Froome//Map



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